Projekt
Übertragbarkeitsstudie
Um die maximale Reproduzierbarkeit von IWPM zu garantieren, war es geplant eine Übertragbarkeitsanalyse für die EU herauszugeben, einschließlich Beitritts- und Kandidaten-Staaten sowie Entwicklungs- und Transformationsländer. STELLA und CTU führten Übertragbarkeitsstudien für fünf Länder durch: Bulgarien, Rumänien, Türkei, Kroatien und Tschechien.
Die ersten Ergebnisse können wie folgt zusammengefasst werden:
Rumänien und Bulgarien sind die jüngsten EU-Mitgliedsstaaten - sie traten im Januar 2007 bei und profitieren seitdem von
Kohäsions- und Strukturfonds, bauen derzeit überall im Land neue Kläranlagen, nachdem sie ausführliche Machbarkeitsstudien
durchgeführt haben, welche umfangreiche Daten über die zurzeit im Land vorherrschenden Verschmutzungslasten zur Verfügung stellen.
Daher sind Situationen der Überlastung oder ungenutzter Kapazitäten zu diesem Zeitpunkt sehr unwahrscheinlich. Dies gilt
auch für die Kandidaten-Staaten Kroatien und die Türkei, die von Vor-Beitritts-Fonds profitieren, welche ihnen den Bau
neuer Kläranlagen ermöglicht haben.
Jedoch ist es sehr wahrscheinlich, daß u.a. aufgrund wirtschaftlicher Veränderungen (siehe Bad Essen) IWPM auch in diesen Ländern zukünftig noch ein Thema sein wird.
Als Reaktion hierauf verlagerte STELLA den Umfang der Untersuchung auf die alten EU-Mitgliedsstaaten, insbesondere auf die Konvergenz-Regionen 10 von EU15, und erkannte und untersuchte zwei potenzielle Fälle zur Replikation; einen in Namur, Belgien und den anderen in Chiclana, Spanien.
Beide Kandidaten waren im Jahr 2010 kontaktiert und besucht worden und das Team entschied sich dafür, sich auf den spanischen Fall zu konzentrieren, welcher für Februar 2011 nach Bad Essen eingeladen worden war. Weitere Maßnahmen einer Übertragbarkeit des IWPM-Konzepts auf spanische Abwasserbehandlungsanlagen in der Region Chiclana werden im Sommer 2011 untersucht.
